WILMA-Mitbegründer Burkhard Friedrich
WILMA-Mitbegründer Burkhard Friedrich (Foto: Antje)

Wilma historisch

Wie alles anfing...

Wilma hat es in dieser Form natürlich noch nicht immer gegeben. Alles begann, als Thorsten Schomann im Wintersemester 1993/94 von seinem Erasmusaufenthalt in Pavia/Italien nach Leipzig zurückkehrte und hier eine Organisation vermisste, die sich um die Belange der ausländischen Studierenden kümmerte. Er freundete sich mit italienischen Austauschstudenten in Leipzig an und fasste den Plan, selbst die Initiative zu ergreifen und ein Tutorensystem aufzubauen. Thorsten sprach dafür Freunde und Kommilitonen an, bis sich ein Jahr später, im Wintersemester 1994/95, eine Gruppe von insgesamt fünf Personen (Thorsten Schomann, Burkhard Friedrich, Ulrike Hacke, Mirko Wohlrabe und Christian Schroff) gefunden hatte. 1994 ist also das Gründungsjahr von Wilma.

Die ersten Veranstaltungen...

Die Austauschstudenten wurden während der Immatrikulation im Akademischen Auslandsamt und durch Plakate über Wilma informiert. Da es noch nicht so viele ausländische Studenten in Leipzig gab wie heute, ging alles ein wenig beschaulicher zu. Jeder deutsche Tutor bekam eine Handvoll Austauschstudenten zugeteilt. Mit diesen unternahm er dann verschiedene Dinge, zum Beispiel wurden gemeinsame Koch- oder Kinoabende veranstaltet. Aber auch Fahrten gab es schon, etwa in die Sächsische Schweiz oder nach Seiffen. Im Wintersemester 1994/95 fand auch die erste Wilma -Party statt, in der „ Villa“ , die damals wirklich noch in einer richtigen Villa in der Karl-Tauchnitz-Straße untergebracht war. Gefeiert wurde mit rund 200 Personen, und auch zum ersten Tutorenabend (der heutige Buddyabend) kamen bereits 60 Studenten. Für die Kneipenabende (der erste fand im Beyerhaus statt) wurde damals noch wöchentlich die Kneipe gewechselt, nicht monatlich wie heute.

Das Beispiel ISW...

Eine Veranstaltung, die traditionell von Wilma organisiert wird, ist die Aktion „ Studenten kochen für Studenten“ im Rahmen der Internationalen Studentischen Woche (ISW). Beim ersten Mal kochten fünf Austauschstudenten mit je einer Pfanne auf dem Uni-Innenhof für je 20 Personen. Zum Vergleich: Heute kochen wir mit knapp 30 Austauschstudenten in den heiligen Hallen der Mensa mehr als 600 Portionen!

Die Struktur von Wilma...

Der Aufbau von Wilma war zu Beginn auch ein wenig anders als heute. Es gab eine Art Chef, bis 1996 war das Thorsten Schomann, danach übernahm Burkhard Friedrich dieses Amt (1996-1999). Aber auch in dieser Zeit waren die Wilmaner untereinander befreundet. Das Logo wurde übrigens von einem Grafiker der HGB (Hochschule für Grafik und Buchkunst) entworfen und stellt eine symbolische Umarmung eines Austauschstudenten durch die Wilmaner dar – es gibt jedoch auch noch eine kleine Fluchtmöglichkeit...

Und warum das alles?

Eine Frage, die wir Wilmaner immer gestellt bekommen, ist die folgende: Warum tut ihr das alles für die Austauschstudenten, ohne dafür bezahlt zu werden?

Die Antwort lautet dann immer: Weil es unheimlich viel Spaß macht und man ganz viele neue Leute aus allen möglichen Ländern kennen lernt.

Aber man kann durch die Mitarbeit bei Wilma auch noch einiges mehr lernen – zum Beispiel Selbstsicherheit im Umgang mit ganz verschiedenen Menschen oder die Organisation und Durchführung der unterschiedlichsten Aktivitäten sowie das Haushalten mit dem dafür zur Verfügung stehenden Geld.